Baby

Der Ernährungsplan für dein Baby

Die ersten Lebensmonate deines Babys gehören zu den schönsten und zeitgleich intensivsten Momenten für dich und dein Kind. In dieser Zeit häufen sich allerdings auch die Fragen, weil es zu vielen Unsicherheiten kommt. Hierzu gehört auch das Thema Essen und Trinken. Viele Mütter stellen sich die Frage: Sollte ich mein Baby stillen? Und wenn ja, wie lange sollte es Muttermilch bekommen?

Eines ist wichtig: Hör auf dein Herz und lass dich nicht von Anderen zu schnell verunsichern. Wir geben in diesem Artikel lediglich einige Tipps und Anregungen, welche Nahrung dein Schatz in welchem Lebensmonat bekommen kann.

Der Ernährungsplan für Babys in den ersten Lebensmonaten

Lebensmonate Was?Wann?
1.-4. MonatMuttermilch / Fertigmilchalle paar Stunden (nach Bedarf)
5.-7. MonatMuttermilch / Fertigmilch
+ Gemüsebrei
Mittags
6.-8. MonatMuttermilch / Fertigmilch
+ Gemüsebrei
+ Milch- Getreidebrei
morgens oder abends
7.-9. MonatMuttermilch / Fertigmilch
+ Gemüsebrei
+ Milch- Getreideberei
+ Getreide- Obstbrei
morgens oder abends
ab dem 10. MonatMilchnahrung komplett durch Brei ersetzen
+ Brotmahlzeiten
über den Tag verteilt

Ernährungsplan von der Geburt bis zum 4. Lebensmonat

In den ersten vier bis fünf Lebensmonaten ist Milch das Grundnahrungsmittel deines Babys. Hier steht Muttermilch an erster Stelle, denn das ist alles was dein Schatz in den ersten Monaten braucht. Stillen ist somit das Beste für dein Kind. Wenn du aber nicht stillen kannst oder es nicht möchtest, ist das auch nicht schlimm. Für diesen Fall eignen sich spezielle Fertigmilchprodukte.

Nun kommen auch die Fragen auf, wie oft und zu welcher Tageszeit am besten gefüttert werden sollte. Wichtig ist hierbei: Erstelle keinen strikten Zeitplan für das Stillen. Es bietet so viel mehr als nur Nahrung für dein Kind. Es bedeutet auch die Wärme und den Körperkontakt der Mama zu spüren und sich in Sicherheit zu wissen. Viele Säuglinge haben in den ersten Monaten ein großes Bedürfnis gestillt zu werden und somit ist es keine Seltenheit, wenn du jede Stunde oder alle zwei Stunden fütterst.

Aber keine Sorge: Mit dem Älter werden ändern sich auch die Bedürfnisse deines Schatzes. Hör auf dein Gefühl und das deines Kindes und du wirst sehen: Mit der Zeit entwickelt ihr euren ganz eigenen Rhythmus.

Ernährungsplan vom 5. bis zum 7. Lebensmonat

Neben der Milchnahrung kannst du ab dem fünften Monat langsam anfangen, einmal am Tag eine Breimahlzeit einzuführen. In dieser Zeit reicht die Muttermilch alleine nicht mehr aus, um den Energie- und Nährstoffbedarf deines Babys zu decken. Mit einer Breimahlzeit am Tag gewöhnst du deinen kleinen Schatz zudem zusätzlich an etwas festere Nahrung.

Am besten fängst du mit einem Brei aus Gemüse an, welcher nach einer Eingewöhnungszeit von ca. 1-2 Wochen außerdem mit Kartoffeln und Fleisch oder Fisch erweitert werden sollte, damit der Nährstoff- und Vitaminbedarf abgedeckt wird. Wenn du die Mahlzeit am Mittag einführst, hat dein Baby genug Zeit das Essen bis zum Schlafengehen zu verdauen.

Wenn du anfängst, deinem Baby Brei zu geben, solltest du auch an zusätzliche Flüssigkeit denken. Stilles Wasser oder ungesüßter Tee eignen sich am besten.

Ernährungsplan vom 6. bis zum 8. Lebensmonat

Die Einführung des zweiten Breis steht an. Nach einer Gewöhnungszeit von ca. vier Wochen kannst du deinem Baby nun den zweiten Brei am Tag geben. Am besten führst du diesen morgens oder abends ein. Forschungsinstitute schlagen vor einen Milch-Getreide-Brei zu verabreichen. Dieser enthält wichtige Vitamine und Nährstoffe, wie z.B. Eiweiß, Kalzium und Eisen. Dieser Brei unterstützt somit das Knochenwachstum.

Den Hauptbestandteil sollte die Milch darstellen, hinzu kommen dann das Getreide (z.B. Haferflocken, Getreideflocken oder Weizengrieß) und Obst. Bei dem Obst entscheidest du selbst, in welcher Form du es in den Brei mischt. Du kannst dich für püriertes Obst entscheiden oder du mischt lediglich etwas Fruchtsaft hinzu.

Tipp: Bei der Verwendung von verschiedenen Früchten oder Getreidesorten solltest du darauf achten, dass du diese nacheinander einführst und deinem Baby eine Gewöhnungsphase gibst. So können mögliche auffällige Reaktionen schneller festgestellt werden.

Ernährungsplan vom 7. bis zum 9. Lebensmonat

Alle guten Dinge sind drei! Es wird also Zeit für den dritten Brei. Dieser enthält keine Milch mehr, damit das Eisen optimaler aufgenommen werden kann. Die Milch im zweiten Brei sorgt lediglich für die bessere Gewöhnung und Aufnahme.

Demnach kommt jetzt der Getreide-Obst-Brei hinzu. Dieser beinhaltet viele Vitamine, die wichtig für die Entwicklung sind. Darunter zählen vor allem Vitamin D, Vitamin K und Fluorid.

Ernährungsplan ab dem 10. Lebensmonat

Zwischen dem 10. und 12. Monat entwickelt dein Baby ein immer größer werdendes Bedürfnis nach fester Nahrung. In dieser Zeit sollten nach und nach alle Milchnahrungen durch einen Brei ersetzt werden. Die verschiedenen Breisorten können zusätzlich erwärmt werden. Einmal am Tag kann ein Brei ebenfalls durch eine Brotmahlzeit ausgetauscht werden.

Somit kann dein kleiner Schatz mit knapp einem Lebensjahr am gemeinsamen Familienessen teilnehmen. Dein Baby muss nun versuchen, sich an euren Essensrhythmus anzupassen. Neben den relativ festen Essenszeiten kannst du deinem kleinen Schatz zusätzlich Zwischenmahlzeiten zubereiten, wie z.B. Früchte oder Gemüse.

Babys mit Allergierisiko – Tipps

Viele Mütter haben das Gefühl, dass ihr Baby allergiegefährdet sein könnte. Nun stellt ihr euch die Frage: Muss ich irgendetwas beachten oder anders machen? Nein. Forschungen zufolge ist die Muttermilch das Beste für dein Kind. Sie soll sogar als Vorbeugung gegen die Entwicklung von Allergien dienen. Solltest du allerdings nicht stillen, bietet sich die HA-Nahrung an. Diese hypoallergene Milchnahrung ist für allergiegefährdete Babys verträglicher, da das Eiweiß aufgespalten wurde.

Bei der Einführung von Beikost ist zunächst auch nichts zu beachten. Eine Vermeidung von Lebensmitteln ist nicht erforderlich, soweit keine eindeutigen Reaktionen bei deinem Baby zu erkennen sind. Es wird zusätzlich geraten, das Immunsystem zu stärken, indem man es mit verschiedenen Allergenen konfrontiert. So wird gleichzeitig die Toleranzentwicklung gefördert.

Die Einführung von neuen Lebensmitteln geschieht genau deshalb immer nacheinander, damit eine mögliche Reaktion deines Babys besser nachvollziehbar ist. Bei ernsten Anzeichen einer Unverträglichkeit sollte immer ein Kinderarzt hinzugezogen werden.

Einfache Rezeptideen für die ersten Breimahlzeiten

Die ersten Breimahlzeiten können ganz einfach selber gemacht werden. Hierzu haben wir euch ein paar Rezepte rausgesucht, die ihr zuhause bequem für euer Baby zubereiten könnt.

Tipp: Verwende erst immer nur eine Sorte an Lebensmitteln, um dein Kind daran zu gewöhnen!

Gemüse-Brei Rezept mit Fleisch oder Fisch

Zutaten:

100 gGemüse
50 gKartoffeln
30 gmageres Fleisch (Lamm, Puten- oder Hähnchenbrust,
Rinder- oder Kalbsfilet
1 ELRapsöl
3 ELObstsaft (100% Direktsaft, am besten Birne oder Apfel)
60 mlWasser

Zubereitung:

  1. Das Gemüse gründlich waschen, schälen und putzen.
  2. Danach schneidest du es in kleine Stücke und gibst es in einen Topf.
  3. Füge das Wasser hinzu, sodass das Gemüse flach bedeckt ist.
  4. Lasse das Ganze ein paar Minuten köcheln, damit das Gemüse weich wird.
  5. Anschließend pürierst du die Stücke zu einem Brei und fügst das Öl und den Obstsaft hinzu. (Je nach Bedarf, kann der Obstsaft auch weggelassen werden)
  6. Nach kurzem Abkühlen ist der Brei fertig zum Verzehr.

Milch-Getreide-Brei Rezept

Anfangs kann der Brei auch nur mit 100 g Gemüse zubereitet und nach Bedarf mit Kartoffeln variiert werden.

Zutaten:

200 mlSäuglingsmilch oder Kuhmilch
20 gGetreide(flocken) oder Grieß
2 ELFruchtsaft oder püriertes Obst

Zubereitung:

  1. Gebe die Milch in einen Topf. Die Getreideflocken gibst du zu der kalten Milch hinzu. Bei Verwendung von Grieß sollte die Milch beim Hinzugeben bereits kochen.
  2. Lasse das ganze aufkochen.
  3. Nach dem Aufkochen lässt du den Brei ca. 3 Minuten unter gelegentlichem Umrühren weiter kochen.
  4. Dann kannst du den Fruchtsaft/ das Obst hinzufügen und unterrühren.
  5. Lasse die Mischung abkühlen, fertig ist der Brei!

Hier sind einige Anregungen für dich: Grießbrei mit Birne, Weizengrieß mit Honigmelone oder Milch-Hafer-Brei mit Apfel.

Getreide-Obst-Brei Rezept

Zutaten:

90 mlWasser
20 gGetreide(flocken) oder Grieß
100 gzerdrücktes oder püriertes Obst
1 TLRapsöl

Zubereitung:

  1. Getreideflocken in kaltes Wasser und den Grieß in kochendes Wasser einrühren.
  2. Lasse das ganze aufkochen.
  3. Nach dem Aufkochen lässt du den Brei ca. 3 Minuten unter gelegentlichem Umrühren weiter kochen.
  4. Zerkleinere oder püriere das Obst und gebe es hinzu.
  5. Zuletzt gibst du das Öl hinzu. Fertig!

Auch hierzu einige Anregungen: Bananen-Hafer-Brei, Dinkel-Pflaumen-Brei oder Hirse-Brei mit Pfirsich.

Hinweis: Die Mengenangaben der Rezepte sind ein bloßer Richtwert und können je nach Alter und Appetit variieren.

Fertig-Breimahlzeiten kaufen

Wenn es mal schnell gehen muss und du keine Zeit oder Lust hast den Brei frisch zuzubereiten, gibt es viele verschiedene Produkte auch im Supermarkt oder online zu kaufen.

Die Hersteller, wie z.B. Hipp, Alete, Bebivita oder Milupa, haben ein breites Angebot an Babynahrung in den Märkten.